Schulchronik / Ehemalige Leopoldiner

Ehemalige Schüler

Anmerkung:

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Geschichte des Leopoldinum

Das Gymnasium wurde im Jahre 1602 als Provinzialschule von Graf Simon zur Lippe gegründet. Erster Standort war ein ehemaliges Kloster in der Schülerstraße. Ein ehemaliger Direktor des Gymnasiums, Heinrich Schierenberg, wurde im Jahre 1848 der erste lippische Abgeordnete in der Frankfurter Nationalversammlung.

Im 18. und 19. Jahrhundert stand das Gymnasium in Konkurrenz mit dem Gymnasium Lemgo. Dies führte so weit, dass das Leopoldinum beinahe 1805 durch die Fürstin Pauline zur Lippe (Reg. 1802–1820) mit dem Lemgoer Gymnasium vereinigt worden wäre, weil Pauline die Meinung vertrat, dass zwei Gymnasien in einem relativ kleinen Land wie Lippe unverantwortlich wären.

Anfang des 19. Jahrhunderts stiftete Fürst Leopold II. einen Neubau an der Leopoldstraße, welcher 1833 unter Verwendung der Steine des alten Gymnasiums fertiggestellt wurde. Architekt war der Landesbaumeister des Fürsten, Ferdinand Wilhelm Brune. Es wurde nach seinem Stifter benannt, und trägt seitdem den Namen „Gymnasium Leopoldinum“.

Bereits in den ersten Jahren des Neubaus in der Leopoldstraße teilte sich die Schule die Räume mit Anfangsausstellungen des Lippischen Landesmuseums, was jedoch später als ungünstig betrachtet wurde. Man entschied sich deshalb für die Errichtung eines neuen Gebäudes an der Hornschen Straße, welches dort noch immer als heutiger „Altbau“ aufzufinden ist. Mit den Plänen wurde im Sommer 1904 begonnen. Der Bau zog sich vom Herbst desselben Jahres bis in den Oktober 1907 hin.

Mit dem Entstehen der Weimarer Republik wurde das Gymnasium von einem fürstlichen in ein staatliches umgewandelt und eine Oberrealschule angegliedert. Im Jahre 1921 wurde das Gymnasium durch den heute noch bestehenden „Turm“ erweitert, in dem man heute die Klassenräume der Erprobungsstufe findet. Im ursprünglichen Altbau befinden sich zahlreiche Klassenzimmer und die Fachräume für Informatik und Musik, ein Fotolabor, die „Alte Aula“, in der hauptsächlich Konzerte aber auch sonstige Vorführungen stattfinden, die Verwaltung, sowie das Lehrerzimmer und die Büros des Hausmeisters und der Schülervertretung.

Durch die vielen Heimkehrer nach dem Krieg war das Leopoldinum im Jahre 1949 mit 1300 Schülern das größte Gymnasium in Deutschland. Es wurden daraufhin Leopoldinum I und II getrennt. Fortan gab es also zwei Gymnasien Leopoldinum, wovon das Leopoldinum II als Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt in den ursprünglichen Gebäuden blieb und das Leopoldinum I die Tradition der humanistisch-altsprachlichen Ausrichtung weiterführte.

Die Umwandlung von staatlicher zu städtischer Trägerschaft erfolgte im Schuljahr 1973/74. 29 Jahre nach der Trennung, im Jahre 1978, wurde das Leopoldinum I in das neu eingerichtete Schulzentrum Detmolds an der Sprottauer Straße verlegt. Das Leopoldinum II hingegen behielt den alten Standort an der Hornschen Straße. Zusätzlich errichtete man noch einen „Neubau“ und die Dreifach-Turnhalle.

1987 wurden dann die beiden „Leopoldinen“ wegen stark rückläufiger Schülerzahlen gegen starken Widerstand beider Seiten wiedervereinigt und für ein Jahr lang an zwei Standorten betrieben. Ende der 1990er-Jahre scheiterte ein Antrag, im Dachgeschoss des Altbaus neue Klassenräume einzurichten am Einspruch des Denkmalschutzes. Im Jahre 1999 jedoch wurde der Plan, einen Neubau-Anbau zu errichten, um der wachsenden Anzahl der Schüler am Gymnasium durch neue Klassenräume gerecht zu werden, von der Stadt Detmold entwickelt.

Zu den wichtigen Ereignissen in den 2000er-Jahren zählte die Renovierung und der Umbau entsprechend den verschärften feuerpolizeilichen Vorschriften des Neubaus im Sommer 2001. Im Neubau befinden sich bis heute neben zahlreichen Klassenräumen, vor allem für die Oberstufe, die Fachräume für Biologie, Physik, Chemie, Erdkunde und Geschichte, sowie die Cafeteria und die „Neue Aula“, ein bis zu 500 Zuschauer fassender Theatersaal.

Mit dem Bau des Neubau-Anbaus wurde im Mai 2001 begonnen, das Richtfest wurde im September desselben Jahres gefeiert und der Anbau konnte rechtzeitig zum 400-jährigen Jubiläum 2002 fertiggestellt werden. Hier wurden zusätzlich Medien- und die Kunstfachräume eingerichtet. Ebenfalls im Jahre 2002 wurde eine umfangreiche Jubiläumsschrift über die Geschichte und die Gegenwart des Leopoldinum veröffentlicht. Im August 2004 fand der letzte Direktorenwechsel statt, seitdem wird das Gymnasium erstmals von einer Frau geleitet. Die letzte Neuerung ist die Einweihung eines Selbstlernzentrums der Schüler zum Schuljahr 2006/07. Zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 wurde die Cafeteria durch einen Anbau an der Front des Neubaus in eine Mensa umgewandelt, um die Schüler des G8-Bildungsgangs dem neuen Schulkonzept als Gebundene Ganztagsschule entsprechend versorgen zu können.



Quelle: entnommen aus Wikipedia